Landesjugend- und Jüngstenmeisterschaft findet in Seemoos statt

420er

03.09.2019

Rund 100 Segler in 84 Booten, dem Laser 4.7, Laser Radial, Europe, der Zweihandjolle 420er und in der Jüngstenklasse Optimist, wollen sich vom 5. bis 8. September vor Friedrichshafen messen.

Veranstalter der Nachwuchsmeisterschaft ist die Seglerjugend im Landes-Segler-Verband Baden-Württemberg, Gastgeber ist der Württembergische Yachtclub mit seinem großzügigen Jollengelände in Seemoos. „Ursprünglich war die LJM als gemeinsame Meisterschaft mit Bayern geplant“, sagt Jugendobmann Fabian Bach und bedauert, dass die Bündelung zu einer großen süddeutschen Meisterschaft mit hohen Meldezahlen aufgrund unterschiedlicher Interessen im Bayerischen Seglerverband nicht zustande kam. Doch er betont: „Der Landes-Seglerverband Baden-Württemberg hat nach wie vor großes Interesse daran, die Idee für zukünftige Veranstaltungen weiter zu verfolgen“.

Um den enormen Papierverbrauch einzudämmen, wird erstmals bei dieser Meisterschaft keine Segelanweisung, keine Ergebnisliste, kein Aushang ausgedruckt. Die Segelanweisung kann zuhause heruntergeladen werden, alle wichtigen Informationen im Verlauf der Regatta können die Segler auf drei großen Monitoren in der Winterlagerhalle sehen. Weiterer Vorteil: Alles ist brandaktuell. 

Eine weitere Neuerung soll die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen verbessern. Ein elektronisches System, bestehend aus einem Armband für jeden Steuermann und zwei Terminals an Land, sorgen dafür, dass der Veranstalter in Echtzeit nachverfolgen kann, welches der Boote an Land und welches noch auf dem Wasser ist. Wichtig: Jeder Träger eines solchen RFID-Armbands muss an einem der beiden Terminals aus- und wieder einchecken. Das System, das zusammen mit dem Deutschen Segler-Verband angeschafft wurde, kann ab dem kommenden Jahr von interessierten Vereinen von der Seglerjugend geliehen werden.

Von Donnerstag bis einschließlich Sonntag sind insgesamt zwölf Wettfahrten geplant. Bereits nach drei gültigen Läufen kann das jeweils schlechteste Ergebnis gestrichen werden. Da die Schule, anders als in den Jahren davor, erst am Mittwoch, den 11. September beginnt, wird der Sonntag noch zum Segeln genutzt. 

Die Regatten finden auf drei Bahnen, mit drei Wettfahrtleitungen statt. Claudia Bucher ist für die Bahn der 420er und Europes, Daniel Wehrle für die Laser und Conrad Rebholz für die Optimisten zuständig. Über die Einhaltung der Wettfahrtregeln wacht Timo Hass, Jugendobmann des Deutschen Segler-Verbands. 

13 Unparteiische aus ganz Deutschland werden auf dem Wasser sein, etwa die Hälfte davon Nachwuchs-Schiedsrichter unter 30. „Wir nutzen die Veranstaltung auch als Trainingsmaßnahme für junge Schiedsrichter, um ihnen die Möglichkeit zu geben, außerhalb ihres Heimatreviers Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Fabian Bach die ungewöhnlich hohe Anzahl an Jury-Mitgliedern.