"Schöner gings nicht mehr"

Boreas

Bregenz, 03.09.2019 von IBN

Die Zufriedenheit der 34 teilnehmenden Schiffsbesatzungen beim One Design Cup in Bregenz am 24. und 25. August war spürbar und groß, teilt Hermann Thüringer vom Bregenzer SC mit. 12 Boote in ORC 1, 15 ORC 2 + X99, 7 ORC Sportboote hatten Samstag und Sonntag jeweils drei Wettfahrten zu absolvieren, die trotz der sommerlichen Bedingungen Wind zwischen 5 und 9 Knoten aufwiesen, der nur wenig drehte und sehr konstant ausfiel.

Nur bei der 4. Runde ging dem Wind die Kraft aus, sodass Regattaleiter Josef Bitsche nicht lange fackelte und abschoss. Er wollte auch keine verkürzte Wettfahrt durchlaufen lassen, alle Schenkel hatten ausreichende Länge.

 „Unter 5 Knoten starten und fahren wir nicht“, stand für Bitsche von vornherein fest. Das tat auch dem Nervenkostüm der Segler gut, die ohne übliches Geschrei die Tonnen rundeten undnur zwei Massenfrühstarts hinlegten. Das ist bei 18 Starts sehr wenig, findet Hermann. Die Startlinie war so weit gelegt, dass es genügend Platz für alle gab, nur zwei Einzelrückrufe erfolgten und es wurde fair und diszipliniert gesegelt. Nach Wettfahrtende rief Bitsche sofort zum nächsten Start, Wartezeiten in der Hitze entfielen. Das Schiedsgericht hatte mit einem Protest kaum Arbeit, und der wurde nur wegen eines Materialschadens eingelegt.

Auch der Sonntag zeigte sich seglerfreundlich. Auf das Risiko, den Südwind zu nützen, verzichtete der Wettfahrtleiter. Erst bei konstantem Wind lief man aus und konnte nochmals drei gleichmäßige Rennen durchführen. „Wir hatten Glück“, betonte Josef Bitsche. Er kann sich auch auf seine langjährigen Helfer verlassen, „ohne die nichts ginge“. Leider drängt sich für diese Arbeit kein junger Nachwuchs auf.

„Es war ein voller Erfolg“, resümierte Clubpräsident Hans Peter Simma, der selbst in ORC 1 startete. Freilich hätte sich der BSC über eine größere Meldezahl gefreut, aber „der Kuchen ist immer gleich groß, den sich mehr Veranstalter teilen müssen“, so Simma. Die Einheitsklassen zerfallen, auch die Zahl der ORC Sportboote wird geringer, in ORC 3 +4 gibt es kaum mehr Meldungen, und zu Saisonende ist der Dampf bei allen schon etwas draußen. Das macht auch die Gruppeneinteilung schwieriger. X99 mussten mit den ORC 2-Teilnehmern in eine Gruppe, zeigten aber wie Oliver Hund vom YC Immenstaad mit seinem gesamt zweiten Platz, dass sie hier durchaus konkurrenzfähig sind. Wettfahrtleiter Bitsche sieht die Lösung verschiedener Probleme in verstärkter Kooperation der Clubs. 

Ergebnisse: https://www.manage2sail.com/de-DE/event/b07fb593-9a4e-47cf-8202-02d43644c2e9#!/results?classId=3e5e77ab-ed69-4bbf-8bd2-3de41e98dfce