Freiwillige Helfer üben Rettung am Kat

FSD

15.07.2019

Am Samstag 13.07.2019 fand die diesjährige Rettungsübung des Freiwilligen Seenotdienstes Bodensee (FSD) mit Schwerpunkt Hilfeleistung für Katamaran Segler statt. Dank der Unterstützung von Seglern des TSG Zech konnten Mitglieder des FSD Kenntnisse über das Katsegeln und die damit verbundenen Besonderheiten erlangen.

Nach einer theoretischen Einführung im Hafen Zech mit zahlreichen Fallbeispielen über die Funktionsweise von Sportkatamaranen, zeigten die Segler auf dem Wasser was bei einer eventuellen Hilfeleistung zu beachten ist. Mit fünf Booten und zahlreichen Teilnehmern gelang es einen (absichtlich) gekenterten Kat während der Übung mehrmals aufzurichten. Abgerundet wurde die Übung mit einer Auffrischung von Erste Hilfe Kenntnissen dank der Unterstützung der Wasserwacht Ortsgruppe Lindenberg. Der Kontakt zur OG Lindenberg besteht aufgrund einer Ausbildung einiger FSD Mitglieder zu Rettungsschwimmern bei der Kreiswasserwacht Lindau. Während der Wintersaison 2018/2019 konnten einige FSD Mitglieder das Rettungsschwimmerabzeichen in Bronze und Silber ablegen. Für den FSD ist der Austausch mit den professionellen Rettungskräften immer interessant und wichtig um neben der eigenen Ausbildung weitere Kenntnisse Erfahrungen zu erlangen.

Im Regelfall liegt der Schwerpunkt der Einsätze bei der technischen Unterstützung von Bootsführern. Trotzdem kommt es vereinzelt zu Situationen, die auch Kenntnisse der Ersten Hilfe erfordern um die Zeit bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte sinnvoll genützt wird. Hierzu verlangt der Verein ein regelmäßiges Training und stellt auch Ausrüstung wie einen Rettungsrucksack zur Verfügung. Einige Mitglieder sind auch in anderen Hilfsorganisationen tätig und helfen nebenbei auch in ihrer Freizeit im Namen des FSD auf dem Bodensee. 
Zu einem ersten Erste Hilfe Einsatz kam es bereits am 30.03.2019. als einem Seminarteilnehmer im Hafen Ultramarin, der mit Kreislaufproblemen kämpfte und ohnmächtig wurde geholfen werden konnte. Die Person befand sich während des Vorfalls in einem Segelboot im Hafen in Langenargen und konnte an den Rettungsdienst übergeben werden. 

Aufgrund des hohen Wasserstands zum Saisonbeginn und der damit verbundenen Treibholzlage kam es ebenfalls zu zahlreichen Hilfseinsätzen. Durch diverse Schäden an Antrieb und Propeller mussten einige Wassersportler von ihm in ihre Heimathäfen abgeschleppt werden. Zudem kam es vereinzelt zu Motorausfällen aufgrund von Startschwierigkeiten. 

Am Sonntag 09.06.2019 rief ein Motorbootfahrer mit Startschwierigkeiten den FDS zur Hilfe. Ein FSD Boot mit Starthilfekabel konnte die defekte Batterie auf dem Boot jedoch auch nicht mehr zum Starten bewegen, so dass der Bootsfahrer zurück in den Hafen nach Wasserburg geschleppt wurde. 

Allein Mitglied Hubert Pröller hatte bereits vier Einsätze zu verzeichnen: So kam es am Sonntag 30.06.2019 zu einem Hilfseinsatz bei dem ein Motorboot von Lindau nach Langenargen (Hafen Ultramarin) vermutlich aufgrund eines Getriebedefekts abgeschleppt werden musste. Am Mittwoch 03.07. 2019 benötigte ein Motorboot Starthilfe. Die Batterie war leer nachdem der Bootsführer vergessen hatte die Kühlbox auszustecken. Am Freitag 05.07.2019 musste ein Motorboot Höhe Strandbad Eichwald nach Lindau Kleiner See abgeschleppt werden, nachdem der Motor sich nicht starten lies. Am Samstag 06.07.2019 musste ein kleines Motorboot mit Elektromotor an die Slipanlage im Kleinen See abgeschleppt werden nachdem der Bootsführer das Wetter trotz Sturmwarnung unterschätzt hatte.

Auch am Untersee ist der FSD aktiv: Am Samstag 06.07.2019 konnte Mitglied Andreas Tirolf dort einem Segelkatamaran zur Hilfe kommen, der mit einem Mastbruch bei einem Unwetter vor Mammern im Untersee Hilfe benötigte. Zwei Personen konnten dabei aus Seenot gerettet und der Katamaran  in den sicheren Hafen zurück geschleppt.


 


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Weitere Infos

Der FSD hat aktuell am Bodensee 23 aktive Schiffsführer auf Motorbooten und 4 auf Segelbooten. 2018 leisteten die Mitglieder am Bodensee 4490 Bootsstunden auf dem See mit zwei Rettungen (zwei gerettete Personen), 68 Hilfeleistungen und 35 Sicherungen (beispielswiese Regattasicherung).

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