Katamarane bekommen Konkurrenz bei der Rund Um

Rund Um Hafen

Lindau, 04.06.2019 von IBN

An der 69. Rund Um wird ein äußerst ungewöhnliches Boot starten: Der foilende Monohull ‚Gonet‘ des Schweizer Spitzenseglers Eric Monnin. „Ich bin total gespannt, was das Boot leisten kann,“ eine vergleichbare Yacht hat der Rund Um Wettfahrtleiter Achim Holz auf dem Bodensee noch nicht gesehen. „Im Internet habe ich Videos angeschaut. Bei Wind kommt das Boot aus dem Wasser, die Mannschaft steht zusätzlich im Trapez, die nur acht Meter lange ‚Gonet‘ geht ab wie eine Rakete.“ Allerdings hat der Rumpf konstruktionsbedingt ein Problem. Es muss Wind haben, damit die Foils genügend Auftrieb erzeugen und das Boot aus dem Wasser heben.

Ansonsten gehört den Katamaranen die Favoritenrolle. „Der Vorjahressieger Sammy Smits, Fritz Trippolt, Ralph Schatz, Armin Schmid mit dem ‚Sonnenkönig‘ und Albert Schiess mit der ‚Holy Smoke‘, alle haben die Rund Um schon gewonnen. Dazu kommen die Gebrüder Sach, die seit einigen Jahren regelmäßig von Norddeutschland zur Rund Um an den Bodensee fahren,“ zählt der LSC-Vorsitzende Karl-Christian Bay die Favoriten auf.

„Insgesamt haben wir jetzt 241 Meldungen, damit können wir sehr zufrieden sein, schließlich haben wir noch fast drei Wochen bis zur Regatta,“ sagt die Meldechefin der Rund Um, Petra Guinand. Die größte Klasse ist momentan die Yardstickgruppe fünf mit 37 Meldungen. „Das sind alles kleinere Boote, die um das Kleine Blaue Band fahren,“ so Wettfahrtleiter Achim Holz. „Vor allem zeigt diese Meldezahl das Interesse unter den Bodenseeseglern. Für die gilt wirklich: dabei sein ist alles.“

Bis zum 14. Juni beträgt das Meldegeld 100 Euro, danach verdoppelt es sich. „Wir sind von der Organisation her angewiesen, dass die Teilnehmer rechtzeitig melden,“ erklärt Petra Guinand, der vor allem die Segler viel Arbeit machen, die auf den letzten Drücker melden. „Und für die kostet es dann eben 200 Euro.“
Die Regatta kann live im Internet verfolgt werden, außerdem wird der frühere Rund Um Sieger Werni Hemmeter die Regatta im LSC-Zelt wie immer fachkundig kommentieren.
„Wir haben nicht nur auf dem Wasser sehr viel geboten,“ so Karl-Christian Bay. „Auch an Land gibt es einiges. Nach dem sagenhaften Erfolg des Karl-Frierson-Konzerts im vergangenen Jahr wollen wir wieder das Zelt mit dem Musiker und seiner Band füllen.“ Organisiert wird das Ereignis von Susanne Käser. „Wir werden am Donnerstagabend mit Karl Frierson den Lindauern etwas vor der RUND UM bieten. Und deshalb ist uns auch jeder Besucher willkommen.“
Ein schwieriger Tag war bislang häufig der Samstagabend. „Die Segler kommen meist am Samstagmorgen an und sind dann vom Segeln durch die Nacht erschöpft,“ so Wettfahrtleiter Achim Holz und Susanne Käser ergänzt: „und denen wollen wir am Samstagabend auf der Party mit den „Lamas“ einheizen. Die beiden Musiker sind echte Kracher und Rampensäue, die haben ein großes Fanpublikum. Und sie werden sicher auch die Stimmung oben halten.“ Auch dieses Konzert ist öffentlich, Tickets gibt es im Segelclub und im Lindaupark.
Die Lindauer Seglertage bieten wieder den maritimen Flohmarkt am Donnerstag am Seehafen und das Feuerwerk am Samstagabend, dazu kommt das ganze Wochenende über ein großes Rahmenprogramm auf der Bühne am Mangturm.