Vier Großsegler der Superlative

Hafengeburtstag

Hamburg, 27.03.2019 von IBN

Zum 830. Hafengeburtstag in Hamburg vom 10. bis zum 12. Mai kommen als Vertreter der Großsegler die "Alexander von Humboldt II", der "Kruzenshtern", die "Sedov" und die "Mir" in die Hansestadt. Die Veranstalter geben vorab eine kurze Übersicht zu den Besonderheiten dieser Schiffe.

Alexander von Humboldt II erstmals mit weiblichem Kapitän

Mit der 66 Meter langen Alexander von Humboldt II kommt das aktuell größte seetüchtige Segelschiff Deutschlands nach Hamburg. Die 3-Mast-Bark lief 2011 in Bremen als Nachfolgerin der Alexander von Humboldt vom Stapel und gehört der gemeinnützigen Deutschen Stiftung Sail Training. Neben der rund 25-köpfigen Stammbesatzung bietet sie Platz für bis zu 55 Trainees, die gegen Bezahlung mitfahren und an Bord die Grundlagen des Segelns kennenlernen. In Hamburg stehen sie alle – vom Trainee bis zum Steuermann – unter dem Kommando von Maren Reif, Deutschlands erster Kapitänin auf einem Großsegler.

Der schönste Großsegler: die Kruzenshtern

Neben der Alexander von Humboldt II kommen drei russische Großsegler der Superlative zum HAFENGEBURTSTAG HAMBURG. Die Kruzenshtern ist der letzte noch fahrtüchtige Flying-P-Liner der Hamburger Reederei F. Laeisz. Mit ihrem markanten schwarzweißen Rumpf gilt sie als schönster Windjammer der Welt. Getauft wurde die 4-Mast-Bark 1926 in Bremerhaven auf den Namen Padua und fuhr als Frachtsegler nach Südamerika und Australien. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie als Reparation an die Sowjetunion und erhielt den Namen Kruzenshtern. Heute nutzt das russische Ministerium für Fischwirtschaft den 114 Meter langen Großsegler zur Ausbildung des Nachwuchses seiner Fischereiflotte.

 Der längste Großsegler: die Sedov

Mit einer Länge von 117 Metern ist die Sedov der längste noch segelnde traditionelle Windjammer der Welt. Die 4-Mast-Bark lief 1921 unter dem Namen Magdalene Vinnen II in der Kieler Krupp-Germaniawerft vom Stapel. Ende 1945 wurde sie ebenfalls als Reparationszahlung an die Sowjetunion übergeben und dient seitdem als Ausbildungsschiff für Kadetten, zunächst der sowjetischen und anschließend der russischen Marine. Seit 2017 ist der Großsegler im Besitz der Staatlichen Technischen Universität Kaliningrad. Im Jahr 2005 hatte die Sedov einen großen TV-Auftritt als Drehort für den Fernsehfilm „Der Untergang der Pamir“. Eigens dafür wurde ihr weißer Bug schwarz gefärbt.

 Der schnellste Großsegler: die Mir

Ihren Ruf als schnellster Windjammer der Welt hat sich die Mir in zahlreichen Großsegler-Regatten vor allem in den 1990er Jahren erworben. Gebaut wurde das 108 Meter lange 3-Mast-Vollschiff 1987 auf der Danziger Lenin-Werft. Eigner ist die staatliche Admiral-Makarow-Akademie in St. Petersburg. An der Hochschule für Marineingenieure wird der Nachwuchs für die russische Handelsmarine ausgebildet. Die Mir zählt seit vielen Jahren zu den treuen Stammgästen auf dem größten Hafenfest der Welt.

 

Weitere Infos: www.hamburg.de/hafengeburtstag