Rätselhafte Steinhügel sind von Menschenhand

stein

26.04.2018

Um die zentrale Frage, ob natürlich oder vom Menschen abgelagert, zu klären, fanden vom 23. bis 27. April 2018 in einem ersten Schritt Georadarmessungen statt.

Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte mit dem Forschungsschiff „Kormoran“ des LUBW Steinablagerungen exemplarisch und punktuell zwischen Romanshorn und Güttingen. Dabei kam weltweit erstmals ein Prototyp eines unter Wasser funktionierenden Georadargeräts zum Einsatz.

Bisher nicht geklärt war die Entstehung dieser „Steinhügeli“. Handelt es sich um natürliche glaziale Ablagerungen (Moränenreste) des Bodenseegletschers vor ca. 18’000 Jahren? Oder wurden die Steine durch den Menschen entlang einer früheren Uferlinie oder sogar ins Wasser aufgeschüttet? 

Für beide Szenarien gab und gibt es Anhänger unter den mittlerweile aus verschiedenen Wissenschaften zusammengeführten Spezialisten.

Um die zentrale Frage, ob natürlich oder vom Menschen abgelagert, zu klären, fanden vom 23. bis 27. April 2018 in einem ersten Schritt Georadarmessungen statt. Ein Team von Wissenschaftlern untersuchte mit dem Forschungsschiff „Kormoran“ des LUBW Steinablagerungen exemplarisch und punktuell zwischen Romanshorn und Güttingen. 

Mittlerweile scheint klar, dass die Geologen den Ball definitiv an die Archäologen weiterschieben können … Menschen haben die Hügel errichtet.

Leider konnte die Fragen nach dem wann und warum zum heutigen Zeitpunkt nach wie vor nicht abschliessend beantworten. Zumindest ist aber klar, dass die Steinstrukturen nacheiszeitlich entstanden sind. Die Seeablagerungen über den Steinen Richtung See sprechen zudem dafür, dass diese wahrscheinlich in prähistorischer Zeit aufgeschüttet wurden. 

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