Markelfinger Winkel soll Naturschutzgebiet werden

09.03.2018

Die Flachwasserzone im Markelfinger Winkel soll als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden, wie die grüne Landtagsabgeordnete Nese Erikli schreibt.

Allerdings war diese Pressemitteilung nicht an die IBN adressiert. 

Ein Unterschutzstellungsverfahren werde auf Initiative der Landesregierung vom Regierungspräsidium Freiburg zeitnah in die Wege geleitet werden, wie Erikli aus einem Brief des Staatssekretärs im Landesumweltministerium, Dr. Andre Baumann, zitiert. 

Zur Begründung wird genannt: „Der Markelfinger Winkel stelle ein bedeutsames Rast- und Brutgebiet für zahlreiche gefährdete Vogelarten dar. Aufgrund des flachen Wassers und dem guten Schutz vor Wind, finden diese hier ideale Bedingungen vor. Die Zahl der Vögel war hier deshalb in den letzten Jahren auch ansteigend. Ich begrüße es daher, dass das Land hier seiner Verantwortung für den Naturschutz nachkommt. Eine Unterschutzstellung des Markelfinger Winkels stellt eine passende Ergänzung zum bereits bestehenden Schutzgebietsverbund Westlicher Untersee dar,“ so die Landtagsabgeordnete.  

Der Markelfinger Winkel stelle insbesondere in den Wintermonaten einen Nahrungs- und Rückzugsraum für viele Zugvögel dar, so Erikli. Die naturnahe Uferzone mit ihren vorgelagerten Schilfgürteln diene als ideales Brut- und Mausergebiet. Wassersportaktivitäten bergen für die Vögel jedoch ein erhebliches Störpotential, weshalb das Landesumweltministerium das Regierungspräsidium Freiburg um eine zeitnahe Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahrens gebeten hat.

Eine genaue Gebietskulisse wurde bisher noch nicht veröffentlich, auch keine Informationen, ob das ganze Jahr oder nur das genannte Winterhalbjahr von den Einschränkungen betroffen sein wird. Letzteres wäre relativ nutzlos, denn im Winter finden normalerweise keine Wassersportaktivitäten statt. Auch wurden noch keine Details genannt, wie Bevölkerung und Schifffahrt konkret von den Einschränkungen betroffen sein werden. 

Der Nabu betreut die Schutzgebiete und erhält für deren Pflege Steuermittel. Baumann war bis zu seiner Ernennung zum Staatssekretär, hauptamtlicher Vorsitzender des Nabu Baden-Württemberg.

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