Charta der Wassersportler

20.03.2011 von IBN

Gemeinsam haben neun Schweizer Wassersportverbände eine Charta für den Wassersport erarbeitet.

Sportübergreifend haben die Verbände der Segler Swiss Sailing und der CCS, der Verband der Motorbootfahrer (Federation Suisse Motonautique), der Ruderverband und gewerbliche Verbände, darunter der Schweizerische Bootbauer-Verband an den Regeln für die Wassersportler auf Schweizer Seen mitgewirkt. 

Die selbst auferlegten Verpflichtungen sind eine Reaktion auf einen Bootsunfall auf dem Bieler See. Dort war am 11. Juli letzten Jahres eine 24-jährige Frau durch ein Motorboot tödlich verletzt worden. Das Boot setzte seine Fahrt ohne anzuhalten fort. In der Folge des Unfalls und der Suche nach dem Täter kam es in den Medien zu scharfen Angriffen auf den Wassersport.  

Mit der Charta, so der Geschäfstführer des Schweizerischen Bootbauer-Verbandes  David Clavadetscher, will man Flagge zeigen bei der Selbstverantwortung der Wassersporter und so verhindern, dass es zu Diskussionen um Verbote und Beschränkungen kommt. Clavadetscher befürchtet, dass solche Diskussionen sehr schnell hochkochen könnten und dann zu Initiativen führen, die kaum mehr aufzuhalten sind. Die Charta richtet sich an praktisch alle Wassersport treibenden Gruppen, fordert sie zu tolerentem und kollegialem Umgang untereinander und zur Beachtung der Seemannschaft und gesetzlichen Regeln auf. Die Broschüre wird in der gesamten Schweiz und auch auf der Schweizerischen Seite des Bodensees verteilt. 

So soll sie u.a. mit den järhlichen Gebührenrechnungen der Schifffahrtsämter an die Wassersportler versandt werden. Sie steht für jeden interessierten auch als Pdf auf der Homepage der IBN zum herunterladen zur Verfügung.