475 Aussteller stechen mit der Interboot in See

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Friedrichshafen, 14.09.2015 von IBN

Bei achteinhalb Knoten Windstärke ist es so weit: Der Katamaran hebt ab und gleitet im „Niedrig-Flug“ über das Wasser. Foiling nennt sich dieser Bootstrend, der auf der Interboot 2015 in einer Sonderschau zu sehen ist.

 Auch Sonni Hönscheid, die das mit 52 Kilometer Länge härteste Stand-Up Paddling Rennen der Welt gewonnen hat, kommt nach Friedrichshafen. Noch mehr Wassersport bieten insgesamt 475 Aussteller aus 18 Nationen (2014: 491 Aussteller aus 15 Ländern). Sie zeigen in sieben Messehallen vom 19. bis 27. September die ganze Bandbreite an Booten sowie Wassersportgeräten und Accessoires. „Die Interboot bietet als erste Wassersport-Ausstellung der Saison nicht nur Bootsneuheiten, sondern auch Events und Mitmach-Aktionen auf dem Messe-See und auf dem Bodensee – das ist einzigartig in Deutschland“, erläutert Messechef Klaus Wellmann im Rahmen der Pressekonferenz am Freitag auf dem Messegelände. 

Ob Segel- oder Motorboot, Kanu, Kajak oder Zubehör für den nächsten Törn: Die Interboot untermauert ihren Status als Neuheitenschau der Branche. „Für die diesjährige Interboot sind 91 Premieren gemeldet. Besonders Motorboote werden in den Hallen und im Interboot-Hafen sehr stark vertreten sein“, betont Projektleiter Dirk Kreidenweiß. Ebenfalls neu ist das Wakeboard-Event „Team Up with a Pro“. Die Board-Profis Nico von Lerchenfeld, Steffen Vollert und Fabian Ortler, stellen sich live ein Team aus Amateuren zusammen und zeigen diesen im Trainingscamp Tricks und Kniffe. Beim abschließenden Contest gewinnt das beste Team eine Reise nach Ravenna in Italien.11.09.2015 – Interboot 11/2015/EK Seite 2 

Wenn Boote fliegen lernen – beim Foiling heben sich Boote mithilfe von Tragflächen fast vollständig aus dem Wasser und erreichen neue Spitzengeschwindigkeiten. „Bis vor kurzem galt es als Kunstform einiger schräger Segelartisten“, meint Lars Bolle, Redakteur des Segelmagazins ‚Yacht‘, „mehr fliegen statt gleiten, mehr in der Luft als im Wasser.“ Der Trend, auch als Segeln 3.0 bezeichnet, breitete sich nach dem America’s Cup 2013 rasant aus und wird auf der Interboot in einer Sonderschau in der Rothaushalle/A1 präsentiert. Ein Mann, der Katamaranen das Fliegen beibringt, ist Heiner Wolfshöfer. Der von ihm gebaute Katamaran-Foiler erreichte bereits Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern. „Wir sind ganz am Anfang der Entwicklung“, so der Bootsbauer von Eagle Katamarane CatStadl, „gerade auch was Geschwindigkeiten betrifft“. 

Für sie ist Paddeln nicht nur ein Hobby: Sonni Hönscheid hat das 52 Kilometer lange Stand-Up Paddling Rennen auf Hawaii gewonnen, das als weltweit härtestes Rennen dieser Art gilt. „SUP ist ein kompletter Sport, der auch von anderen Athleten als Abwechslung in den Trainingsplan übernommen wird“, erläutert die Sportlerin, „Neben dem Ganzkörper-Workout ist es auch ein Familiensport für jedes Alter. Man braucht nur ein Board, Paddel und Wasser, um durchzustarten“. Angehende SUP-Profis können sich auf der Interboot bei der Team Challenge mit Sonni und ihrer Schwester, der Surferin Janni Hönscheid, messen und 1000 Euro sowie Sachpreise gewinnen. 

Sieben Meter große Taucher am Eingang machen es vor: Auf der vom 17. bis 20. September teilweise parallel zur Interboot stattfindenden Gastveranstaltung InterDive steht die Unterwasserwelt im Vordergrund. Mehr als 150 Aussteller aus 27 Nationen präsentieren an vier Messetagen Produkte, Neuheiten, Informationen und Reiseziele rund um den Trendsport. „Die Initiative ‚Tauchen als Berufschance‘ informiert 2015 erstmals über den Taucherberuf im In- und Ausland. Das neu gegründete Forum beinhaltet eine Jobbörse und gibt einen Überblick über Berufsausbildungen sowohl im Taucherbereich als auch im Reiseverkehr und Handel“, so Otmar Schmitz, Organisator der Interdive. 

Die Interboot ist von Samstag, 19. bis Sonntag, 27. September 2015 täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet; der Interboot-Hafen täglich bis 19 Uhr. Kostenlose Bus-Shuttles bringen die Besucher vom Bahnhof, Fährhafen, Messe-Hafen und den Parkplätzen zur Messe und zurück. Die Tageskarte kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Familienkarte ist für 25 Euro erhältlich. Kinder zwischen sechs und 14 Jahre bezahlen 5 Euro.