Motorboot raste gegen Rheindamm

Unfall Rheindamm

Hard, 11.06.2014 von J. Delis

Zwei „Motorbootpiloten“ trugen wieder einmal nicht gerade zum guten Image des Bootssports bei. Sie rasten nachts gegen den Rheindamm, wurden aber glücklicherweise nur leicht verletzt.

Am Samstag, den 7. Juni gegen Mitternacht, sahen sich auf dem See befindliche Beobachter, wie sich ein kleines Motorboot mit hoher Geschwindigkeit vor der Fußacher Bucht über den See bewegte und aus Richtung Rohrspitz kommend auf dem Weg nach Hard gegen den linken Damm der Rheinvorstreckung stieß. Die Augenzeugen lösten Alarm aus, worauf Polizei, die Feuerwehren von Hard und Fußach sowie die Wasserrettung ausrückten.

Die Einsatzkräfte fanden wohl das Boot vor, das über die Begrenzungssteine auf Land gefahren und sich mit dem Bug in die Erdabdeckung des Dammes gebohrt hatte, aber keine Besatzung. Aufgrund der Blutspuren im Boot begann eine nächtliche Suche, an der fast 100 Mann beteiligt waren. Bald wurden zwei Männer, 33 und 37 Jahre alt, aufgefunden, die sich leicht verletzt an die Dammböschung gekauert zu verstecken versucht hatten. Der nach der Entdeckung unvermeidlich durchgeführte Alkotest verlief bei beiden Besatzungsmitgliedern positiv, einer der beiden hatte erheblich „getankt“. Einen Abtransport in ein Spital lehnten die beiden jedoch ab und wurden auf eigene Verantwortung in häusliche Pflege entlassen.

Treibstoff war aus dem havarierten Boot nicht ausgelaufen, angesichts der Örtlichkeit musste es aber mit einem Mobilkran vom Vorstreckungsdamm an der Rheinmündung geborgen werden. Die benebelte Fahrt wird noch unangenehme und nicht gerade billige Folgen haben.

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