Zweimal Gold
30.04.2012 von IBN
Beim Sailing World Cup vor Hyères (22. bis zum 27. April ), der „44th Semaine Olympique Française“, gewinnen Philipp Buhl (SCAI) und Moana Delle (SKBUe) im Laser sowie der Surfklasse RS:X jeweils Gold. Toni Wilhelm (WYC), ebenfalls RS:X, sichert sich Bronze.
„Es ist der absolute Oberwahnsinn! Ich weiß, dass ich schnell bin, aber dass ich so schnell bin und den Weltmeister schlage, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet“, freut sich Lasersegler Philipp Buhl (SCAI) über seinen Erfolg. In bereits vier Rennen im Laufe der Regatta wurde der 22-jährige Allgäuer Erster, bevor er außerdem das heutige Medaillenrennen für sich entschied. Vor dem finalen Rennen führte noch der Weltmeister Tom Slingsby aus Australien, dieser musste aufgrund eines Mastbruchs jedoch frühzeitig aufgeben.
Die dritte Goldmedaille für die Segel-Nationalmannschaft sicherte sich Olympiateilnehmerin Moana Delle (SKBUe) in der Surfklasse RS:X: „Ich freue mich, dass sich die Arbeit der vergangenen Monate ausgezahlt hat und ich jetzt auch bei Starkwind vordere Plätze belegen kann.“ Nur ein Materialbruch warf die gebürtige Westfälin Mitte der Woche bei Windbedingungen über 30 Knoten zurück. Im letzten Rennen schob sie sich vom zweiten Platz noch auf die Siegposition vor.
Toni Wilhelm (WYC), ebenfalls Olympiateilnehmer und Surfer, komplettiert die deutschen Erfolge in Südfrankreich mit seiner Bronzemedaille.
„Es ist ein schönes Gefühl, dass Deutschland durch die Erfolge im Segelsport auf internationaler Ebene wieder an Respekt gewinnt“, beschreibt Joachim Hellmich, Verantwortlicher der STG Academy, die errungenen Erfolge beim Sailing World Cup, zu denen nun drei Gold- und drei Bronzemedaillen zählen. „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Unsere Sportler haben auch beim zweiten europäischen Sailing World Cup hervorragende Leistungen gezeigt“, ergänzt Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin vom Deutschen Segler-Verband.
Die gesamte Woche über kämpften die rund 900 Seglerinnen und Segler aus 53 Nationen bei Windbedingungen von 25 Knoten und mehr, in Böen sogar bis 35 Knoten, um die besten Platzierungen.
