Weltklassefeld zur Jubiläumsausgabe

Langenargen, 25.04.2012 von IBN

Die Flotte ist stark besetzt: Fünf Teams aus den Top Ten der Matchrace-Weltrangliste sind am Start, darunter sechs der neun Tour-Card-Inhaber 2012.

Angeführt wird das Feld vom Weltranglisten-Vierten Pierre-Antoine Morvan und seinem Vannes Agglo Sailing Team aus Frankreich, dem schwedischen Weltranglisten-Fünften Björn Hansen und seinem Mekonomen Sailing Team sowie Keith Swintons Mannschaft Black Swan Racing aus Australien – die Nummer sieben der aktuellen Weltrangliste.
 
Einen besonderen sportlichen Leckerbissen verspricht das Duell zweier Matchrace-Künstler zu werden: Der viermalige Weltmeister Peter Gilmour und sein Team YANMAR Racing kämpfen über Pfingsten den Ausbau der Rekordserie um Peter Gilmours vierten Sieg im Match Race Germany nach 2004, 2005 und 2006. Der 52-Jährige wird sich auch mit Weltmeister Karol Jablonski messen, der erstmals seit acht Jahren wieder um den Großen Preis von Deutschland segelt. Der 52 Jahre alte Australier Gilmour und der 49 Jahre alte Deutsch-Pole Jablonski zählen seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den Meistern des Duellsegelns und werden in ihren Matches mit dem aufstrebenden Nachwuchs erfahrungsgemäß keine Geschenke verteilen.

Zu den jüngeren Co-Favoriten zählt der Franzose Pierre-Antoine Morvan, der erstmals auf dem Bodensee antreten wird. Der 30-jährige Steuermann aus Nantes ist für seine Premiere vor Langenargen optimistisch: „Wir segeln nicht oft auf einem See, waren dann aber immer gut, beispielsweise bei unserem zweiten Platz im St. Moritz Match Race 2011. Warum sich Morvan auf das Matchracing spezialisiert hat? Die Antwort kommt spontan und mit einem Augenzwinkern: „Weil ich Duelle liebe und Boote reparieren hasse.“
 
Im Match Race Germany steht den Seglern eine hochkarätige Flotte von Yachten des Typs Bavaria 40S zur Verfügung, die vom Veranstaltungsteam um Sportdirektor Eberhard Magg pünktlch zum Beginn der Veranstaltung perfekt vorbereitet wurden. So können sich die Segler hundertprozentig auf ihren Sport konzentrieren. Morvan freut sich aus einem weiteren Grund auf die Saisoneröffnung im Süden Deutschlands: „Ich will unbedingt mal eine Testfahrt mit einem Porsche machen.“

 
JOACHIM ASCHENBRENNER GREIFT AN

   Er ist mit 17 Jahren der jüngste Steuermann der jemals am Match Race Germany teilgenommen hat, und will ganz nach oben: Joachim Aschenbrenner und sein Team Trifork stehen im Match Race Germany vor einer Mammutaufgabe, nehmen erstmals an einer Regatta der Alpari World Match Racing Tour teil. „Wir sind jung und im Vergleich zu den anderen Startern in Deutschland ziemlich neu im Matchracing. Also haben wir keine riesigen Erwartungen mit Blick auf das Ergebnis. Ein, zwei Siege und ein paar enge Rennen wären schon toll“, sagt Aschenbrenner. Auf diesem Weg wollen die Dänen möglichst schnell den Match-Race-Gipfel der Profis erklimmen: „Wir haben in den letzten Jahren einige Erfolge errungen und uns als Mannschaft vorgenommen, eines der besten Teams zu werden. Unser erstes Ziel ist es nun, demnächst zu den Tour-Card-Inhabern zu zählen.“ Den Grundstein dazu wollen Aschenbrenner und seine Crew bei ihrem ersten internationalen Matchrace mit dem Status “World Championship” legen.
 
 


DAS TEILNEHMERFELD
1.   Piere-Antoine Morvan, Vannes Agglo Sailing Team, Frankreich
2.   Björn Hansen, Mekonomen Sailing Team, Schweden
3.   Keith Swinton, Black Swan Racing, Australien
4.   Phil Robertson, Waka Racing, Neuseeland
5.   Peter Gilmour, YANMAR Racing, Australien
6.   Laury Jury, Team KiwiMatch, Neuseeland
7.   Staffan Lindberg, Alandia Sailing Team, Finnland
8.   Simone Ferrarese, Ferrarese Sailing Team, Italien
9.   Eric Monnin, Team Okalys Corum, Schweiz
10. Joachim Aschenbrenner, Team Trifork, Dänemark
11. Karol Jablonski, Jablonski Sailing Team, Polen
12. Jan-Eike Andresen, NRV Team, Hamburg, Deutschland