Vater der „Sonnenkönigin“ ist tot

klaus

Bregenz, 18.04.2012 von J. Delis

In seinem Altersitz am Pfänder hoch über der Bregenzer Bodenseebucht wurde der bekannte Vorarlberger Tourismusunternehmer Walter Klaus (77) tot aufgefunden. Der Erbauer der „Sonnenkönigin“, der seit drei Jahrzehnten unter der Parkinson-Krankheit litt, hatte den Freitod gewählt.

Er hinterlässt seine Gattin, die er erst vor wenigen Monaten geheiratet hatte, und einen Sohn. 2006 hatte Klaus von den ÖBB die Bodenseeschiffe sowie die Werft in Fußach erworben und gründete die „Vorarlberg Lines“. Aufsehen erregte er mit dem Bau der „Sonnenkönigin“, die er maßgeblich mitgestaltet hatte. Das Zeichnen von Bootsrissen und das Sammeln von Kunstgegenständigen zählten neben der Jagd zu den Hobbys von Walter Klaus. Die wegen ihres futuristischen Aussehens und auf dem Bodensee ungewohnte und viel diskutierte „Sonnenkönigin“, die über 13 Millionen Euro gekostet hatte, lief im September 2008 zu ihrer Jungfernfahrt aus. Geschäftlich erwies sich die „Sonnenkönigin“, die zur Zeit der beginnenden Wirtschaftskrise als Eventschiff einträgliche Fahrt aufnehmen sollte, als Fehlschlag. 2009 übertrug Walter Klaus seine Unternehmensanteile an einen Geschäftsführer und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Wie Freunde des Unternehmers äusserten, war der bis zuletzt geistig rege gebliebene Walter Klaus an seiner unheilbaren Krankheit zerbrochen. J. Delis

an Parkinson zerbrochen

die Ärzte sagen: "An Parkinson sterben Sie nicht!" Aber man zerbricht daran, was auch zum Tode führt. Diese Krankheit ist unerträglich. Wenn die Symptome mal wieder in aller Heftigkeit zuschlagen, der Korper wie tiefgefroren steif und zu keiner Rührung fähig ist, dann befällt einen das blanke Entsetzen : meine ´Hilflosigkeit ist der Hoffnungslosigkeit ausgesetzt, denn Parkinson ist unheilbar. Wie soll ich das bei klarem Verstand ertragen?

angela giertz-birkholtz am 20.04.2012 02:58:27
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