ORACLE Racing Spithill schließt zu den „Kiwis” auf

Oracle

Neapel, 16.04.2012 von IBN

Für die neun Teams der America’s Cup World Series hielt Neapel am Freitag eine neue Herausforderung bereit: Drehende Leichtwinde und starker Schwell sorgten für einen Regattakurs, auf dem schnell hunderte von Metern zu verlieren oder zu gewinnen waren.

Über beide Fleet Races des Tages gesehen erreichte ORACLE Racing Spithill mit zweimal Rang zwei das beste Ergebnis. Anders die beiden Sieger der Wettfahrten, Energy Team und Emirates Team New Zealand, die im jeweils anderen Rennen mit dem siebten Platz zufrieden sein mussten.
 
„Das war wirklich hart“, sagte Chris Draper, Steuermann von Luna Rossa Piranha, der mit den Plätzen drei und vier konstant gute Resultate erzielte. „Der Schwell war eine harte Nuss: Am Wind konnten wir zwar gleiten, aber vor dem Wind segelten wir gegen die Wellen an. Angesichts dessen bin ich mit unseren Ergebnissen und der Leistung meiner Crew sehr zufrieden.“
 
Das China Team, das bisher nicht allzu viel erreicht hatte, zeigte heute seine Klasse. Obwohl die Crew um Skipper Fred Le Peutrec in noch keinem Rennen über den neunten Rang hinauskam, beeindruckte das Team mit exzellenten Starts und war zunächst immer in der Spitzengruppe zu finden. Im weiteren Rennverlauf erwies sich die Konkurrenz allerdings noch als zu stark für das neu formierte chinesische Team.
 
„Gute Starts, ja, aber eben keine guten Rennen“, sagte Le Peutrec. „Heute hadern wir etwas mit den Winddrehern, da hatten wir Pech. Aber das gehört zum Spiel dazu.“
 
Im Anschluss an die Fleet Races wurden die beiden noch ausstehenden Matchracing-Viertelfinals ausgesegelt. Das Emirates Team New Zealand wurde von Artemis Racing kalt erwischt, die bei den kniffligen Bedingungen die Dreher perfekt erwischten und zu einem überlegenen Sieg kamen. Artemis Skipper Terry Hutchinson qualifizierte sich mit seiner Crew für das Halbfinale, während sich die „Kiwis“ mit einem enttäuschenden achten Platz zufrieden geben mussten.

„Natürlich ist es schön, ihnen ein paar Punkte für die Gesamtwertung der World Series wegzuschnappen“, sagte Hutchinson. „Aber im Großen und Ganzen haben wir noch einen Menge Arbeit vor uns.“
 
Im zweiten Viertelfinale des Tages ging Luna Rossa Swordfish aus einem engen Rennen gegen Energy Team als Sieger hervor und erreichte als zweite italienische Crew die Vorschlussrunde.
 
„Dass beide Boote es ins Halbfinale geschafft haben, ist großartig für unser Team“, sagte Manuel Modena, Trimmer bei Luna Rossa Swordfish. „Jetzt hoffe ich, dass wir auch beide ins Finale kommen. Unsere Crew sind beide in der Lage, zu gewinnen, aber ein mögliches direktes Duell würde ich dann schon ganz gerne für uns entscheiden.“
 
Der Samstag beginnt mit den Matchracing-Halbfinals sowie dem Finale, an das sich zwei weitere Fleet Races anschließen. Das erste Match ist für 13.30 Uhr MESZ angesetzt.
 
Fleet Racing Championship – Zwischenstand nach Tag drei (sechs Rennen):
 
1. Emirates Team New Zealand (Skipper: Dean Barker); 52 Punkte
2. ORACLE Racing - Spithill (Skipper: James Spithill); 47 Punkte
3. Luna Rossa - Piranha (Steuermann: Chris Draper); 42 Punkte
4. Team Korea (Skipper: Nathan Outteridge); 39 Punkte
5. Energy Team (Skipper: Yann Guichard); 39 Punkte
6. Luna Rossa - Swordfish (Steuermann: Paul Campbell-James); 35 Punkte
7. ORACLE Racing - Bundock (Skipper: Darren Bundock); 28 Punkte
8. Artemis Racing (Skipper: Terry Hutchinson); 20 Punkte
9. China Team (Skipper: Fred Le Peutrec); 8 Punkte