DIe Titanic vom Bodensee
Kreuzlingen, 15.04.2012 von IBN
Der 12. Februar 1864 ist einer jener nebligen Tage, an denen man am Bodensee kaum die Hand vor den Augen sehen
kann. Das gut 46 Meter lange Dampfschiff „Jura“ läuft deshalb bereits mit fast einer halben Stunde Verspätung in Romanshorn aus. Vorschriftsmäßig läutet die Nebelglocke am Bug, doch der dichte Nebel „schluckt“ ihren Klang und die Mannschaft fährt auf Sicht – welche Sicht?
Wie aus dem Nichts taucht plötzlich das Dampfschiff „Stadt Zürich“ auf. Im letzten Moment reißt der Steuermann der „Jura“ das Ruder herum – zu spät. Metall kreischt und Holz splittert: Der Bug der „Stadt Zürich“ stößt ein etwa sechs Meter großes Loch in den Rumpf der „Jura“. Innerhalb von drei Minuten versinkt das Schiff vor dem schweizerischen Ufer im Bodensee. Glücklicherweise könne sich alle Passagiere der „Jura“ auf die „Stadt Zürich“ retten – ein Matrose wird jedoch mit in die Tiefe gerissen.
