Nationale Kreuzer entstanden vor 100 Jahren
12.04.2012
Vom 31.Mai bis 3.Juni werden rund 20 dieser klassischer Yachten in Konstanz erwartet, um tagsüber zu regattieren und abends das gesellige Miteinander zu genießen.
Der Anfang der „Nationalen Kreuzerklassen“ liegt um 1912 als Alternaitve zu den Meterklassen. Es entstanden die ersten
45qm Nationalen Kreuzer (Klassenzeichen P) für die Binnengewässer und die 75qm
Nationalen Kreuzer (Klassenzeichen O) für die Küste, Nord- und Ostsee. Die neuen
Kreuzerklassen wurden ein großer Erfolg.
Vor allem auf den Binnenrevieren verbreiteten sich die sowohl für den Regattasport, als aber auch für das familientaugliche
Fahrtensegeln geeigneten Yachten rasch. Ihre Glanzzeit hatten die Nationalen Kreuzer
in den 20er Jahren. 1925 waren im Yachtregister des DSV neunundsiebzig 35er,
einundneunzig 45er, dreizehn 60er, fünfunddreißig 75er und vier 125qm Nationale
Kreuzer registriert.
Seit Beginn der 50er Jahre gibt es wieder eine rege Regattatätigkeit der 45er und 75er
auf dem Bodensee. Neben der Rundum, der Internationalen Bodenseewoche und der
Überlinger Herbstregatta sind immer noch 3 bis 4 weitere Regatten im Terminkalender.
Dass die Konstruktion noch heute viele Liebhaber findet, liegt sicherlich an der
Vielseitigkeit dieser Schiffe, sie sind unglaublich schnell bei wenig Wind und lassen sich
mit einer erfahrenen Crew zu zweit auch noch bei Starkwind sicher beherrschen, sie
sind ideale Familienboote und durchaus rassige, anspruchsvolle Regattaboote.
