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Deutscher Seglertag: Neue Strukturen und Ehrung für Reinhard Heinl

Hamburg, 25.11.2019
IBN

Mit der Einführung der beiden neuen Geschäftsbereiche „Wettsegeln“ und „Aus- und Weiterbildung“ bestätigte der Seglertag 2019 in Hamburg die erfolgreiche Arbeit des Deutschen Segler-Verbands (DSV) der vergangenen zwei Jahre. Mit Katrin Adloff und Thorsten Döbbeler gibt es zwei neue Vizepräsidenten. Reinhard Heinl, Vorsitzender des Landes-Segler-Verbands Baden Württemberg, erhielt die goldene Ehrennadel, die höchste Auszeichnung des DSV, für langjährige Verdienste für den deutschen Segelsport.

Heinl hat den Seglerrat des DSV drei Legislaturperioden lang als Vorsitzender geführt. Der Seglerrat ist die Legislative des DSV; seine 32 Mitglieder beraten das DSV-Präsidium und sind in den Fachausschüssen aktiv. Mit ihm wurden der bisherige Vizepräsident, Walter Mielke und Peter Ohlinger für deren langjährige Verdienste um den Segelsport, sowie Winfried Wolf, langjähriger Vorsitzender des Berliner Segler-Verbands  für dessen Einsatz in den schwierigen Zeiten des Zusammenwachsens des deutschen Segelsports nach der Wende mit der goldenen Ehrennadel geehrt.

Wie der DSV mitteilt, sei die Schaffung der neuen Geschäftsbereiche im DSV-Präsidium Teil des Strukturwandels, der in den vergangenen zwei Jahren angeschoben wurde. Der Geschäftsbereich „Spezielle Segeldisziplinen“ wurde im Rahmen der Umgestaltung im DSV-Präsidium aufgehoben. Windsurfen, Kiteboarden, Eis-, Strand- und RC-Segeln verschwinden damit aber nicht beim DSV, wie Präsidentin Mona Küppers betonte. „Vielmehr ist eine Abgrenzung dieser Segelsportarten nicht mehr zeitgemäß und wird auch nicht mehr gelebt.“ Für die Abteilung „Spezielle Segeldisziplinen“ ist eine personelle Aufstockung im Hauptamt geplant. 

Kim Andersen, Präsident von World Sailing, dem Internationalen Dachverband für den Segelsport regte zu Beginn des Seglertags in einem Podiumsgespräch mit der Präsidentin an, die in seinen Augen überflüssige Aufsplittung des Segelsports in Leistungs- und Breitensport zu beenden: „Jeder Segler ist in seinem Bereich ein Profi. Wer als Olympiasegler plötzlich im Piraten eine Regatta segelt, wird dort nicht gewinnen.“

Im Rahmen seiner Initiative „Gemeinschaftsprojekt Vereinsausbildung“ zeichnete der DSV in diesem Jahr 44 Mitgliedsvereine für ihre besonders hochwertige Ausbildung aus. Mit dem Motor-Yacht-Club Überlingersee e.V. war auch ein Bodensee-Club unter den Geehrten.


DSV-Präsidentin Mona Küppers (6.v.l.) mit den Präsidiumsmitgliedern Clemens Fackeldey (Fahrten- und Freizeitsegeln), Andreas Löwe (Umwelt und Recht), Katrin Adloff (Wettsegeln), Claus Otto Hansen (Verwaltung und Finanzen), Timo Haß (Jugend), Bodo Bartmann (Vorsitzender des Seglerrats) und Torsten Haverland (Olympisches Segeln und Nachwuchsleistungssport). Nicht anwesend: Thorsten Döbbeler (Aus- und Weiterbildung). Foto:www.segel-bilder.de