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Boris Herrmann Achter beim Fastnet Race

Plymouth, 06.08.2019
IBN

Boris Herrmann hat das 48. Rolex Fastnet Race mit dem Briten Will Harris als Achter von 20 in der IMOCA-Klasse beendet. Nach einem wechselhaften Rennverlauf segelte der Hamburger am späten Montagnachmittag (5. August) mit der Hochseeyacht „Malizia“ nach 605 Seemeilen und zwei Tagen, drei Stunden, zwölf Minuten sowie 29 Sekunden über die Ziellinie in Plymouth/Südwestengland. Das Duo kam als 15. von insgesamt 300 in Cowes auf der Isle of Wight gestarteten Teams, die den berühmten Fastnet-Felsen im Norden der Irischen See umrunden mussten, in den Hafen. In einer ersten Meldung war vom siebten Platz die Rede.

Der Regattaklassiker diente dem 38-Jährigen zur Vorbereitung auf das härteste Solorennen nonstop um die Welt, die Vendée Globe, an der er als erster Deutscher 2020 teilnehmen wird. Als nächstes wird Boris Herrmann Mitte August die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg im Rahmen des Projekts Malizia Ocean Challenge mit der Hochseerennyacht über den Atlantik in die USA bringen.

„Wir wollten schon weiter vorne in Podiumsnähe landen“, meinte Boris Herrmann, „haben an zwei, drei Stellen Pech mit unserer Taktik gehabt und falsch gelegen.“ Vor allem am ersten Abend des Rennens, als das gesamte Feld in eine Flautenzone fuhr, sei unklar gewesen, wo der vorhergesagte Südwestwind als Erstes einsetzen würde. Auf dem von ihm gewählten südlicheren Kurs dauerte es eine Weile, während die Konkurrenz im Norden dichter an der Küste offenbar zeitweise noch von einer unerwarteten nördlichen Strömung profitierte.

Zwischenzeitig wurde die „Malizia“ nur in der zweiten Tabellenhälfte der 20 Open 60 der IMOCA-Klasse hochgerechnet. Doch das Duo Herrmann/Harris kämpfte sich wieder nach vorne. „Wir haben gut harmoniert, alle Manöver sehr gut geklappt, und es gab trotz teils starker bis stürmischer Winde keinerlei Materialprobleme“, resümierte der Skipper. Die Spitzengeschwindigkeit betrug bis zu 34 Knoten, rund 63 km/h. „Insofern sind wir unterm Strich zufrieden.“

Bei den IMOCAs gewann die „Charal“ mit Jérémie Beyou und Christopher Pratt in zwei Tagen, einer Stunde, 17 Minuten und 28 Sekunden. Zum dritten Mal nacheinander war die „Rambler 88“ von George David (USA) schnellster Einrumpfboot im Ziel, verfehlt nach einem Tag und knapp 20 Stunden den Streckenrekord jedoch um gut eine Viertelstunde. Dagegen setzte der französische Maxi-Trimaran „Edmond de Rothschild“ mit Franck Cammas und Charles Caudrelier in einem Tag, vier Stunden, zwei Minuten und 26 Sekunden eine neue, jemals gesegelte Bestzeit.


Boris Herrmann und Will Harris beim Fastnet-Training Foto:Andreas Lindlahr, Team Malizia

Malizia bei Starkwind Foto:Andreas Lindlahr, Team Malizia