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Reederei nimmt endlich Stellung

Friedrichshafen, 26.09.2016
IBN

Nach wochenlangem Schweigen hat die Katamaran-Reederei jetzt endlich die bereits von Anfang an erwartete Stellungnahme zu dem Unfall am 12. August abgegeben. Dabei war eine Segelyacht gesunken. Das Eignerehepaar konnte von der Katamarancrew aus dem Wasser geborgen werden.

Viele Wassersportler kritisierten das Schweigen der Reederei und fühlen sich in ihrer Sicherheit bedroht. Das Schweigen heizte unnötigerweise auch verschiedenste Spekulationen an und gerade während der Interboot brodelte die „Gerüchteküche“.

Jetzt teilt die Katamaran-Reederei mit, dass sie weiterhin intensiv mit dem Unfall beschäftigt sei. Die Reederei bedauere den Unfall und werde weiterhin alles tun, um den Vorfall aufzuklären, so die Geschäftsführer Christoph Witte und Norbert Schültke. Während der noch laufenden Ermittlungen könne man sich allerdings zum Unfallhergang nicht äußern.

Mit den geschädigten Yachtbesitzern haben die beiden Katamaran-Geschäftsführer bereits kurz nach dem Unfall Kontakt aufgenommen und diese besucht, wie auch die IBN-Redaktion aus dem Umfeld der Geschädigten erfahren hat. Allerdings habe man das nicht an die große Glocke hängen wollen, so Schültke. „Das war uns ein persönliches Anliegen. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch und stehen weiterhin in gutem Kontakt“, betonen die beiden Geschäftsführer. „Wir alle sind froh, dass die beiden mit nur leichten Verletzungen davongekommen sind.“

Die Geschäftsführer wehren sich gegen „pauschale Verurteilungen“. Witte: „Alle Katamaran-Schiffsführer sind Profis, die bereits seit vielen Jahren auf den BSB-Schiffen oder den Fähren gefahren sind und die Verhältnisse auf dem Bodensee genau kennen.“ Die beiden Schiffsführer, die auf dem fraglichen Kurs Dienst hatten, sind langjährig erfahrene Bodensee-Schiffsführer, die bereits seit der ersten Stunde Katamaran fahren. „Die Genehmigung sieht vor, dass Katamaran-Kapitäne seit mindestens drei Jahren unfallfrei als Schiffsführer auf dem Bodensee unterwegs gewesen sein mussten, bevor sie Katamaran fahren dürfen“, erklärt Witte.

Der Katamaran „Constanze“ ist inzwischen repariert und wieder im Einsatz. „Nun muss geklärt werden, wie es zu dem Unfall kommen konnte, und dann gilt es die notwendigen Schlüsse daraus zu ziehen“, blickt Schültke voraus. Die technischen Systeme an Bord jedenfalls haben zum Unfallzeitpunkt einwandfrei funktioniert, stellt er klar. „Wir haben keinen Hinweis auf ein technisches Versagen“.

 „Wir warten nun auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft“, erklärt Schültke, der den Unfall nach eigenen Worten ebenso wie sein Kollege Witte „zutiefst bedauert“: „Im Anschluss daran denken wir über mögliche Konsequenzen nach.“